Tipps, damit was hängen bleibt: Storytelling oder das Prinzip Manufactum

Oft ist es so: Man hat scheinbar alle Argumente für sich und doch: Irgendwie ist es beim Gegenüber nicht hängengeblieben, was doch  so einsichtig, so großartig ist.

Was hilft? Das, was mal wieder Neudeutsch Storytelling genannt wird: Erzähl einfach eine Geschichte dazu!

Einfacher gesagt als getan. Aber  es gibt  bereits Beispiele. Da ist seit Jahren der Katalog von Manufactum.

Tobias Kniebe hat das Prinzip Manufactum vor ein paar Jahren im Magazin der Süddeutschen Zeitung einmal so beschrieben:

” es war doch der gelernte Buchhändler und ehemalige Grünen-Geschäftsführer in Nordrhein-Westfalen, Thomas Hoof, der die zentrale Idee erkannte, in eine gültige Form brachte und inzwischen zu einer kompletten Gegenideologie gegen die Moderne… ausgebaut hat.

Äußerlich geht es dabei um die Vermarktung vergessener Handwerkstraditionen, hochwertiger Materialien und nostalgischer Ästhetik, aber das ist nicht der Kern der Sache. Entscheidend ist ein letzter Produktionsschritt, der erst durch den Händler selbst erfolgen kann: die Veredelung der Produkte durch Geschichten.”

Der altmodische irgendwie orangene Arbeitsstiefel wäre allein nur – altmodisch. Doch dann erfährt man über den  »Red Wing Roundtoe Boot 1909«  dass sein Leder von 1930 bis 1960 das »offizielle Leder« der amerikanischen National Football League war – und vergisst, dass der Preis dann doch etwas hoch ist.

Oder man liest, dass durch die Nachfrage der Manufactum-Kunden eine alte Manufaktur vor der Schließung bewahrt werden konnte – und bestellt, weil sich das so gut anfühlt.

Vanity Fair für Geeks? Die neue deutsche Ausgabe von Wired

Letztes Wochenende im Posttower bei DJV Besser Online liegt da die erste deutsche Ausgabe des amerikanischen „Wired“-Magazins

http://www.wired.de/.

Zuständig für die deutsche “Wired”-Ausgabe ist Condé-Nast-Herausgeber Moritz von Laffert. Ah, das ist ja der Verlag, in dem „Vanity-Fair“ erscheint, diese in der amerikanischen und englischen Ausgabe gelungene Mischung aus „Spiegel“ und „Bunte“/“Gala“. Die deutsche Ausgabe von „Vanity Fair“ rutschte leider nach wenigen Ausgaben  zu sehr auf die „Bunte“-Seite ab – und verschwand ziemlich bald von den Kiosken.

Wieder zu Hause angekommen, fange ich das Blättern und Lesen an. Hier mein erster Eindruck aus weiblicher Sicht:

„Wired“ ist bunt und lässt sich schön blättern – dann bleibt man auch öfters  interessiert  hängen. Die Artikel stellen verschiedene interesante Leute vor, viele Männer fotografiert in Annie-Leibowitz-Beleuchtung, viele Portraits von Tech-Leuten, Koketterie mit Geek und Nerd (ach sind wir nicht alle ein wenig Geeks?).

Ja, wie habe ich „Wired“ als Leserin erlebt?

„Wired“ hat ein paar weibliche Beiträgerinnen ins Boot geholt:

(Foto: Anke Gröner (in rot) auf der re:publica 2011 )

Film-, TV- und Food-Bloggerin Anke Gröner http://www.ankegroener.de/schleckt die Erzeugnisse Schokoladen-Frau Alyssa Jade McDonald.

Modebloggerin und SPD-Social-Media-Frau Tessa Bücker

http://flannelapparel.blogspot.com/ schreibt über Paare im Netz.

Eva Schulz stellt Geheimtipp Julia Probst

http://meinaugenschmaus.blogspot.com/ vor. Die Gehörlose kämpft für Barrierefreiheit und unterstützt so gut wie jede große Fußball-TV-Übertragung  mit ihren Lippenlese-Twits unter @EinAugenschmaus.  Stichwort Geheimtipp: Wer im April auf der re:publica in Berlin war, hat sowohl Julia Probst als auch Anke Gröner dort erlebt und kennt sie wahrscheinlich schon länger…

Aber ok, soweit fühle ich mich als Leserin gut bedient.

Das Grundsätzliche an Wired sieht aber so aus:

Die Zielgruppen-Analyse war offenbar eindeutig: Der männliche Teil der Bevölkerung soll es  sein. So eine Definition macht das Marketing so (scheinbar) einfach wie Werbung für so eindeutige Gender-TV-Segmente wie Sportschau, Champions-League und auf der weiblichen Kundenseite „Desperate Housewives“.

Das führt dann dazu, dass „Wired“ im Bündel mit dem Männermagazin “GQ” verkauft wird.

Da habe ich als Leserin eine Befürchtung, die sich bei der Tech-Professorin und Bloggerin  Cindy Royal Ende letzten Jahres bereits in einer E-Mail an die amerikanische Ausgabe von „Wired“ konkretisiert hat.  Auf http://tech.cindyroyal.net/?p=790

Sie schreibt in ihrem Artikel „An Open Letter to Wired Magazine“ über ihrer Ansicht nach zu  viel weibliche Nacktheit auf den Covern, zuwenig über kompetente Frauen drinnen.

Das wünsche ich mir, ganz offen gesagt, für die deutsche Ausgabe nicht. Wenn die Redaktion mal einen Blick in irgendein Barcamp oder die nächste re:publica werfen möchte: Da nehmen regelmäßig kompetente – und attraktive Frauen mit Biss teil, die sich  für Tech- und Social Media-Themen interessieren.

Werde mich also mal an der einer iPad-App versuchen – einstweilen viel Glück!

Arbeiten im Netz, Sichtbarkeit und sich Positionieren – Nachlese 2 zu Besser Online 2011 von DJV

Es kamen einige gute Kommentare zu meinem letzten Blog über Besser Online, die Veranstaltung des DJV am letzten Wochenende in Bonn http://rdn-online.de/besseronline/

Ulrike Langer http://medialdigital.de/ schreibt in ihrem Kommentar zu meinem Besser-Online 2011-Blog http://pitchperfekt.com/2011/09/18/djv-besser-online-2011-in-bonn-oder-geld-verdienen-im-netz-ein-hype/

einige sehr wichtige Dinge:

  • “Social Media Eigenmarketing ohne eine gute Themennische, gute Recherche, gute Schreibe und Zuverlässigkeit wird schnell als Schaumschlägerei entlarvt.”
  • “Aber Social Media kann enorm dabei helfen, diese Qualitäten mehr ins rechte Licht zu rücken. Mich hat Bloggen, Twittern und Facebooken jedenfalls sichtbarer gemacht. Es sind neue (darunter auch einige sehr gut zahlende) Auftraggeber auf mich zugekommen, auf die ich selbst nicht zugegangen wäre.”
  • “Und zur Frage: Wo ist da (schnelles) Geld zu machen: Bei mir hat es ungefähr ein Jahr gedauert, bis es nicht nur Spaß gemacht, sondern auch Geld eingebracht hat.”

Marcus Schwarze von der Rhein-Zeitung hat hier seine Position zur Veranstaltung unter dem Titel “Herzlich willkommen, liebe Journallisten! Wir nennen es Arbeit” veröffentlicht:
blog.rhein-zeitung.de/blog/2011/09/20/herzlich-wi…
212.7.160.26blog.rhein-zeitung.de/blog/2011/09/20/herzlich-wi…

“Im harten Alltag eines Onliners dauert es mehr als die auf dem Kongress besprochenen fünf Minuten, online etwas zu reißen. ” Auch Richard Gutjahr fiele mal aus den Top 25, flattr.com-Button oder nicht, meint Schwarze.

Richtig. Der harte Boden der Praxis, gerade im Regionalen, sieht halt oft anders aus als von Berlin-Mitte aus betrachtet. Mir ist es übrigens schleicherhaft, warum viele Online-Redakteure scheinbar immer noch mit dem Vorurteil “die machen ja immer nur Copy + Paste” auch von Honoraren und Gehältern her niedriger gehalten werden als ihre Kollegen in anderen Ressorts.

Marcus Schwarze stellt die Frage ans geschätzte (Journalisten)-Publikum:

  • ““Feuerwehr-Großeinsatz: Riesiger Schaden nach Großbrand am Schlachthof” – Die Kollegen der Ruhr-Nachrichten berichten mit diverser Online-Technik über einen Brand. Was wäre “besser online” gewesen?”

Tja. Kann ich für mein Teil nur sagen: “It depends”.

Wenn mir etwas in Sachen Social Media und Kunden (also Leser, Klicker etc.) klar geworden ist, dann: Die da draußen wollen  genau und wenn´s geht, so schnell wie möglich wissen, was z.B. so ein Brand für sie für Auswirkungen hat.

Stichwort Brand – Müssen die Fenster geschlossen werden – wenn ja, in welchen Straßen? Gehen die Busse und Straßenbahnen da noch? Sind Straßen gesperrt, wenn ja, wo?

Ansonsten gibt es im Moment, wie immer, wenn wieder eine neue Kuh durchs Dorf getrieben wird, die Gurus, die scheinbar wissen, wo´s lang geht.

Ich halte es da lieber ganz ehrlich mit dem Hollywood-Weisen William Goldman, der sagte: “Nobody knows anything” – keiner weiß irgendwas http://en.wikipedia.org/wiki/Adventures_in_the_Screen_Trade

DJV Besser Online 2011 in Bonn oder Geld verdienen im Netz ein Hype?

Hoch oben überm Rhein tagten gestern Journalistinnen und Journalisten  in Bonn im Posttower: Besser Online, die Fachtagung des Deutschen Journalistenverbandes DJV, diesmal unter dem Titel “Was bleibt vom Hype? Journalismus”- Das genaue Programm hier: http://rdn-online.de/besseronline/.

Die Podien waren mit interessanten, kompetenten Persönlichkeiten besetzt, die Interessantes zu sagen hatten (mit einer Ausnahme, dazu später). Der Kaffee war gut, auch die kleinen Quiche Lorraines zum Mittagessen z.B. Interessante Gespräche dazu, darauf kommt es auch immer an bei so einer Veranstaltung.

Was mir allerdings sowohl im Eröffnungspodium “Geld verdienen im Netz” als auch im Workshop “Selbstvermarktung und Social Media” auffiel:  Ja, Journalisten möchten  gerne Geld verdienen mit Social Media. Jetzt sitzen sie da und lauschen auf das, was z.B. Christian Meier vom Branchendienst http://meedia.de  oder Ex Focus-Online-Chef Jochen Wegner von  http://mag10.my/ zum Thema zu sagen haben.

“Und wie kann ich damit Geld verdienen?”

“Ausprobieren. Ein Blog schreiben, twittern.”

Irritiertes Schweigen, das sich anhört wie “ja, um das zu hören, bin ich hier?”

Am Nachmittag ähnliches Bild.

Auf dem Podium sitzen renommierte Kolleginnen und Kollegen, die tatsächlich mit Social Media Geld verdienen:  Don Dahlmann – Journalist und Blog Irgendwas ist ja immer http://www.dondahlmann.de, Richard Gutjahr, freier Journalist beim Bayerischen Rundfunk und Bloger http://gutjahr.biz/blog/, Mobilphone-Bloggerin Heike Scholz http://www.mobile-zeitgeist.com/, Journalist und Blogger Christian Jakubetz (http://www.blog-cj.de/blog/) und Profilagentin Kixka Nebraska (http://www.profilagentin.com). Letztere berät KollegInnen u.a. dabei, ihr Alleinstellungsmerkmal oder USP zu finden.

Auf die Gretchenfrage mit dem Geld gab es wieder die Antwort: Tu es. Trete in Vorleistung. Wobei, wer ein bisschen schaut, wie Social Media funktioniert, merkt, dass es da eben nicht darum geht, sich mit einem imaginären Schild auf die Straße zu stellen und zu schreien “Extraausgabe!”, wie wir es als Journalisten (immer noch) gerne tun. Im Web 2.0 gibt es die kostenlosen Tipps, die Ratschäge im Newsletter, die kostenlos ins Netz gestellten Power Points auf  http://www.slideshare.net – und, wenn man die Keywords richtig gesetzt hat, ruft einen einer an mit einem Auftrag.

Richard Gutjahr ist sogar soweit in Vorleistung getreten, dass er auf eigene Kosten zum Apple Store nach Manhatten gepilgert ist, um über das Apple-I-Pad zu bloggen und nach Ägypten – hat sich gelohnt, scheinbar.

Davor war ich in einem Panel namens “Klicken Frauen anders?” Nach Erfahrungen im Vorjahr dann also ausschließlich Frauen auf dem Podium. Nachdem ich hier im Raum Washington eine Stromquelle für mein I-Phone ergattert hatte, lauschte ich dann vier Kolleginnen und einer Bloggerin der Mädchenmannschaft http://maedchenmannschaft.net/ und einer  Cheffinnen von http://diestandard.at/.

D.h. ich lauschte nicht diesen zweien, sondern durfte den Rant einer Berliner Kollegin mitverfolgen, die, unbelastet von der Moderatorin, sich lange darüber ausließ, wie schwer es Frauen in den Medien und online haben. Es war ein ständiges Kommen und Gehen in dieser Veranstaltung… allein, der Akku meines I-Phones zog nicht so schnell, das ich hätte fliehen können. Aber da galt halt auch für mich der alte Journalistenspruch: Wem´s in der Küche zu heiß ist, der soll rausgehen.

Übrigens, nochmal zur Frage: Wie verdiene ich Geld im Netz?

Ich meine, ein paar von den Links oben helfen  weiter, oder wie seht ihr das?

1-2-3 ein Pitch – Pitchklinik Teil 3 – Fehlersuche oder: Spreche hilft

(Foto: pitopia)

Der Ausdruck Pitch für eine Vorstellung, von dem, was man macht, ist ein bisschen in Verruf geraten in Deutschland. Liegt vielleicht auch daran,  dass dann gleich wieder jeder junge Start-up-Mensch auf einer Bühne in einen Karton gesperrt werden muss, um dort einen “Elevator-Pitch” vor hunderten von Leuten aufzuführen.

Muss ja nun wirklich nicht. Wer das, was er oder sie will, in ein paar Sätze kleiden kann, die andere verstehen und dabei einen guten Eindruck macht, der gewinnt auf jeden Fall, ob man das nun Pitch nennt oder “einen guten Eindruck machen”.

Leser Blake hat einen sehr nützlichen Kommentar zu meinem Blog

http://pitchperfekt.com/2011/05/15/1-2-3-ein-pitch-oder-die-pitch-klinik-1/

geschrieben.

Ihm fiel u.a. auf, dass die junge Eventmanagerin bei ihrem Pitch einen sympatischen Eindruck machte und dass der Pitch einen guten Aufbau hat. Er hat ihre Körpersprache bemerkt – einmal dreht sie z.B. den Kopf etwas weg.

Und er hat bemerkt, dass ihre Veranstaltung nicht ganz rüber kommt und sie etwas nervös wirkt.

Das bringt mich auf einen Punkt, der ganz wichtig ist, wenn man sich auf irgendeine Vorstellung vorbereitet.

Ich arbeite seit langen Jahren in Medien, vor allem im Radio und in den letzten Jahren mit Menschen, die in Hörfunk und Fernsehen sprechen.

Der Fehler, der vielen passiert, ist eigentlich ganz einfach: Sie bereiten alles ganz genau vor. Sie legen das, was sie vorbringen wollen, ganz präzise fest. In langen Sätzen mit vielen Einschüben. Wo alles, aber auch alles, ganz ganz wichtig ist.

Und das lesen sie dann vor.

Die junge Eventmanagerin macht das schon ganz gut: sie hat sich einen Text gemacht und den hat sie dann auswendig gelernt.

Hier ist übrigens ihr Text:

http://pitchperfekt.com/2011/05/27/52-sekunden-und-alles-gesagt-aber-wie-pitchklinik-teil-2/

Versuchen Sie mal, den folgenden Satz laut zu lesen:

„Sie planen eine Veranstaltung, haben aber keine Lust auf den       organisatorischen Aufwand und den damit verbundenen Stress – dann sind Sie bei mir genau richtig.”

Also mir geht es so: Mir geht dabei schlichtweg die Puste aus. Ich zumindest packe das nicht.

Machen sie das mal mit ewas, das Sie für eine Präsentation vorbereiten.

Sprechen Sie, also Sie persönlich im richtigen Leben so?

Also ich nicht.

Fernseh- und Radioleute haben für Texte, die sie sich für eine Präsentation zurechtmachen, den Ausdruck “Spreche”.  Damit ist gemeint, dass es etwas Schriftliches ist, das klingt, als sei es einem gerade eingefallen, gesprochen halt.

Und die richtigen Profis haben kein Manuskript, sondern nur Stichpunkte – damit sie Spreche sprechen.

Wie machen Sie es?

Tipps?


Achtung, fertig – Pitch – Im Bierzelt – beim Barcamp Karlsruhe

Es war für mich ein sehr ergiebiges Barcamp gestern und heute  in Karlsruhe:

http://www.barcamp-karlsruhe.de/

Nur kurz für die, die dem Wort Barcamp noch nicht begegnet sind: Ein BarCamp ist eine offene Tagung, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern im Tagungsverlauf selber entwickelt werden.

Entwickelt werden durfte diesmal in Karlsruhe mit Hilfe von etlichen Sponsoren, u.a.

http://www.cas.de/ CAS Software und http://www.kizoo.com/ KIZOO Technology Ventures

Besonders interessant fand ich jeweils den Anfang- ein volles Bierzelt mit einer ziemlich hohen Laptopquote pro Quadratzentimeter und dann wird das Programm des Tages festgelegt – wer will, macht Vorschläge für die einzelnen Sessions.

Übrigens super organisiert in Karlsruhe – hier eine der sehr umtriebigen Organisatorinnen:

Als Frau fällt mir hier wieder mal der Satz “Rückwärts und mit Stöckelschuhen” auf (bezieht sich auf Ginger Rogers beim Tanzen mit Fred Astaire):  Männer machen es gut – Frauen machen es gut – mit nem Kleinkind im Arm.

Zurück zum Bierzelt. Am Anfang steht beim Barcamp die Vorstellung der Themen für die Sessions in zwei, drei kurzen Sätzen. Und was ist das? Ein Pitch.

Also, ich kann sagen, ich habe einige gute Pitches gehört, aber auch ein paar Sachen…

z.B. :

Barcamper A: Nennt seinen Namen nicht, murmelt in seinen nicht vorhandenen Bart.

Barcamper B brummelt derart in die Gegend, dass jemand ruft: “Das Mikrofon ist das kleine Schwarze!” (oder so ähnlich).

Barcamperin C ist weder zu sehen noch zu hören.

Barcamperin D ist zu hören, aber sehr hoch und eng – darf ich sagen quietschend?

Und dann z.B. Barcamper E und F kann man nicht hören und sie scheinen etwas zu brabbeln, von dem ich weder den Inhalt verstehe noch was es denn bedeuten soll, was sie sagen…

Dann jeweils die  Frage: “Interesse?”

Oh je.

Aber es gibt natürlich auch die Barcamper, die sich da aufbauen und zwei Worte sagen  – und das Bierzelt ist ein Wald an Armen.

Xing-Optimierung ist so ein Zauberwort.

Gut gemacht, der Pitch, offenbar.

Merke: Auch sowas Kleines wie eine Kurzvorstellung im Bierzelt kann man ja mal üben, nicht?

Oder was meint ihr?

52 Sekunden und alles gesagt – aber wie? Pitchklinik Teil 2

Sagenhaft kurze 52 Sekunden hat die junge Eventmanagerin in ihrem preisgekrönten Pitch für ihr Unternehmen www.evergreenevents.de gebraucht, den ich beim letzten Mal vorgestellt habe. Sympatische Austrahlung, interessantes Angebot.

Und es geht auch noch besser! Ich habe den Text des Pitches mal aufgeschrieben:

„Sie planen eine Veranstaltung, haben aber keine Lust auf den       organisatorischen Aufwand und den damit verbundenen Stress – dann sind Sie bei mir genau richtig.

Mein Name ist Ines Müller und als selbstständige Event-Managerin sorge ich dafür,    dass Sie bei Ihrer Veranstaltung sich entspannt zurücklehnen können und als perfekter Gastgeber in Erscheinung treten können.

 Dabei lege ich größten Wert auf Nachhaltigkeit, denn auch bei Ihrer          Veranstaltung kann man eine Menge tun, um die Umwelt schonend zu   behandeln.

Kontaktieren Sie mich: www.evergreenevents.de“.

Versuchen Sie mal, den Text laut zu lesen. Was fällt Ihnen z.B. bei den Sätzen auf?

Bin gespannt auf Kommentare!