Fahrstuhl-Pitch-Workshop auf der WoMenPower auf der Hannover Messe

Jährlich findet bei der Hannover-Messe auch die WoMenPower statt, diesmal zum 8. Mal:

http://site.hannovermesse.de/54914

Mittlerweile ist die WoMenPower mit 1 000 Teilnehmerinnen die größte Einzel-Veranstaltung auf der Hannover Messe.

Das sorgte am Freitag schon um 9.30 für ein volles Plenum zur Eröffnung durch die wie immer fabelhafte Sabine Asgodom (www.asgodom.de):

Die fackelte nicht lange und meinte gleich zu Anfang: “Sagen Sie Ihrer Nachbarin, wer Sie sind, Sie haben eine Minute Zeit.”

Allgemeines Schmunzeln und rege Unterhaltungen.

Gibt es Besseres, als danach wie ich einen Workshop zum Thema “Der Fahrstuhl-Pitch – die kurze, erfolgreiche Selbstpräsentation” zu halten?

Kaum! Tolle Teilnehmerinnen mit interessanten Fragen und viel Energie beim Pitch:

Meine Präsentation habe ich gerade auf www.slideshare.net eingestellt -

hier der Link:

http://www.slideshare.net/KathrinSebens/workshop-fahrstuhlpitch-womenpower-2011-kathrin-sebens

Wenn es Fragen gibt und Kommentatre – bitte melden!

NO NOs beim Pitching: Der rosa Elefant

Vor etlichen Jahren wollte ich mit ein paar Freundinnen im Odenwald wandern gehen. Ich wollte ihnen eine alte Quelle zeigen und beschrieb den Weg zu unserem Treffpunkt so: „Also an der Kreuzung biegt ihr nicht links bei der alten Mühle ab, sondern geht weiter geradeaus.“

Meine Freundinnen kamen mit einer halben Stunde Verspätung bei unserem Treffpunkt an. Der Grund: sie waren bei der alten Mühle links abgebogen.

Mein Fehler war, dass ich damals die „Elefanten-Regel“ noch nicht kannte.

(Foto: http://www.ballon-service.de)

Kennen Sie den Satz „denken sie nicht an den rosa Elefanten!“ Und was passiert? Sie denken nur an den rosa Elefanten.

Was das alles mit Pitching bzw. mit Ihrem Pitch zu tun hat?

Ich hatte einmal eine Frau im Coaching, die auf der Suche nach einer guten Kurzvorstellung, also einem Elevator-Pitch für sich und ihre Tätigkeit im Vorzimmer der Spitze eines großen Unternehmens war.

Sie startete mit dem Satz: „Ich bin keine Sekretärin.“

Da war er, der rosa Elefant.

Beim Zuhörer war erst mal die Sekretärin geankert, sprich auf lange Zeit hängen geblieben.

Bei einem guten Pitch sucht man nach Bildern, die in Erinnerung bleiben – und man sucht nach positiven Bildern und Sätzen.

Sagen Sie also nicht etwas, dass sie nicht sind.  Im Falle der Coachee in dem großen Unternehmen kamen wir dann z.B. auf Begriffe wie „Merlin“ oder „Zauberin“.

1,2,3 – fertig ist ein Super-Pitch: Eat, Pray, Love

Eat Pray Love: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien, so heißt der deutsche Buchtitel.

http://www.amazon.de/Eat-Pray-Love-Italien-Indonesien/dp/3833304731/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1286962411&sr=8-1

Elisabeth Gilbert, die Autorin, beschreibt in ihren Bestseller, wie sie ihr Leben umgekrempelt hat. Sie macht sich auf die Suche nach den einfachen Dingen: Essen. Beten. Lieben. Die Dinge, die sie als wichtig erachtet, versucht sie nun zu er-leben.

Das ist ein autobiografischer Roman.

Warum aber interessiert so viele Menschen, was diese New Yorker Medienfrau sich da  als Selbsterfahrung vorgenommen hat?

Ich glaube, es ist der Titel.

Vom Agenten, der das Buch zum Verlag gebracht hat, bis zu den Leserinnen war allen klar, was sie erwartete: Essen, Beten, Lieben.

Und wir reden hier nicht darüber, wie Frau Gilbert schreibt, mi geht es gerade nur darum, wie sie die Aufmerksamkeit von so vielen gewinnen konnte.

Für alle, die sich dazu noch für Dramaturgie interessieren (das ist, wie man sieht, auch bei einem autobiografischen Werk möglich), ist es auch so einfach wie Schnee:

Prolog: Idee und Abfahrt

1. Akt: Essen

2. Akt: Beten

3. Akt: Lieben.

Und weil das so verblüffend einfach wirkt, hat sich Julia Roberts dazu entschlossen, in der Verfilmung die Hauptrolle zu spielen:

(Foto: filmkinotrailer.com).

Das Plakat kann sogar zwei der drei Akte abbilden: Essen und Lieben. Ich finde, das ist – ganz abgesehen von jeglicher Qualität beim Text oder beim Film – ziemlich genial gemacht.

Wie denkt ihr?

 

 

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10 Sekunden für alles – Kleine Einführung ins PITCHING, die Kurzvorstellung

Mir ist es auch schon mal passiert: Jemand fragt nach einem neuen Projekt oder nach dem, an was ich gerade arbeite, und ich fange an mit einer sehr weitschweifigen Erklärung, die gar nicht aufhören will.  Mein Gegenüber? ist  offensichtlich nicht so beeindruckt wie erwünscht.

Mit einem guten Pitch kann man sich und sein  Projekt kurz und knackig rüber bringen  in gut 15 Sekunden oder drei Sätzen.

Pitching  ist ein Begriff aus dem Baseball:

Der Pitcher steht in der Mitte des Innenfeldes auf dem Pitcher’ s Mound, einem ca. 30 cm hohen Hügel,  und wirft von dort dem jeweiligen Schlagmann (Batter) der Schlagmannschaft, bzw. dem dahinter hockenden Fänger (Catcher) seiner eigenen Mannschaft, die Bälle zu.

Der Begriff bedeutet also, den Ball ins Spiel zu bringen. In einigen deutschen Veröffentlichungen heißt es dazu, das seien die Manager gewesen, die sich diese Kurzpräsentation ausgedacht haben, ich denke da anders (weil ich vieles aus den USA lese)

Also hier mein Pitching-Mythos nach dem Motto „werr hat´s errfunden?“:

Den Begriff des Pitch oder des Pitchings haben die Drehbuchautoren in Hollywood benutzt. Man stelle sich vor, man schmeißt sich in sein ungefüttertes Armani-Jackett (denn es ist heiß in LA) und hat einen Termin mit einem der mittleren Studiobosse.

Der hat nicht viel Zeit (2-3 Minuten und die Aufmerksamkeits-spanne einer Stubenfliege). Noch anspruchsvoller: Man trifft diesen Manager auf irgendeinem Meeting und landet im gleichen Fahrstuhl – 2-3 Stockwerke hat man Zeit, um sich und ein neues Projekt vorzustellen.

Was ist dabei wichtig? Und was kann man alles falsch machen?

Hier auf www.pitchperfekt.com gibt es künftig alles Mögliche zum Thema Pitch und Kurzpräsentation.

Den 10 Sekunden-Pitch, den, der auch eine Viertelstunde dauern kann und die Königsdisziplin: den High Concept Pitch.

Das ist ein Pitch, in dem das, um was es geht , bildreich und allgemein verständlich in einem einzigen Satz beschrieben wird,.

Wie sowas geht, wusste als alter Zeitungs-Redakteur schon der alte Fontane.

http://www.amazon.de/Stechlin-Theodor-Fontane/dp/3746652855/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1285238146&sr=8-1

Gefragt, worum es denn in seinem  „Der Stechlin“ ginge, antwortete er: „Ein Alter stirbt und ein Junger heiratet“.